Kon­zepte im Ver­gleich: „Implan­ta­ti­ons­zeit­punkt“

Inter­view mit Prof. Dr. Dr. Bilal Al-Nawas

 

Was macht den Wett­streit ver­schie­dener Kon­zepte bei Ihrem Thema im Augen­blick beson­ders span­nend?

Gerade der Implan­ta­ti­ons­zeit­punkt „sofort“, „ver­zö­gert“, „spät“ wird oft sehr emo­tional und wenig fak­ten­ba­siert dis­ku­tiert. Meh­rere Konen­sus­kon­fe­renzen haben im letzten Jahr Licht ins Dunkel gebracht. Das wird also emo­tional, aktuell und span­nend.

Bei dem Wett­streit treten oft neue/jüngere Kon­zepte gegen ältere und eta­blierte Kon­zepte an. Haben die neueren Kon­zepte bei Ihrem Thema lang­fristig grund­sätz­lich bes­sere Chancen? Und wenn ja – warum?

Der Implan­ta­ti­ons­zeit­punkt „sofort“ ist alles andere als neu. Die Frage ist aus meiner Sicht nur, ob immer alle Fakten ehr­lich dis­ku­tiert werden und ob die Refe­renten mutig genug sind auch ihre Fehl­schläge zu zeigen, bzw. zu dis­ku­tieren.

Die Ent­wick­lung neuer Mate­ria­lien und Methoden ist in der Implan­to­logie beson­ders rasant. Wird der Wett­streit es auch erlauben, die Spreu vom Weizen zu trennen?

Aber defi­nitiv. Neue, pri­märsta­bile Implan­tat­formen boomen ja zur Zeit. Dar­über müssen wir reden.

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