Kon­gress­themen im Fokus: Nach­ge­fragt bei Dr. Frank Zastrow

Dr. Frank Zastrow zum Thema „Update: retro­mo­lare Kno­chen­ent­nahme und bio­lo­gi­scher Eigen­kno­chen­aufbau“

 

Warum ist dieses Thema für implan­to­lo­gisch tätige Zahn­ärz­tinnen und Zahn­ärzte grund­sätz­lich wichtig?

Das Thema Kno­chen­aufbau ist aus der Implan­to­logie nicht weg­zu­denken. Der auto­loge vitale Kno­chen stellt dabei nach wie vor den Gold­stan­dard dar und ist in seiner Wer­tig­keit durch seine osteo­in­duk­tive Eigen­schaft rein osteo­kon­duk­tiven Ersatz­ma­te­ria­lien über­legen. Jeder implan­to­lo­gisch tätige Zahn­arzt muss daher die Methoden zur Kno­chen­ent­nahme kennen, wenn ihm an vor­her­sag­baren Ergeb­nissen im Bereich der implan­to­lo­gisch-aug­men­ta­tiven Chir­urgie gelegen ist.

Gibt es Bereiche Ihres Themas, die zur­zeit beson­ders intensiv dis­ku­tiert werden – und wenn ja, warum?

Seit einigen Jahren wird dis­ku­tiert, ob man mit rein osteo­kon­duk­tivem Mate­rial zu ähn­li­chen Ergeb­nissen kommt wie mit vitalem pati­en­ten­ei­genen Kno­chen. Leider zeigen die Ent­wick­lungen und For­schungen im Bereich Tissue Engi­nee­ring bisher keine viel­ver­spre­chenden Ergeb­nisse, wes­halb vitaler Kno­chen nach wie vor der Gold­stan­dard bleibt.

Wo sehen Sie die Ver­knüp­fung Ihres Vor­trags zum Kon­gress­thema?

Das Internet und soziale Medien haben dazu bei­getragen, dass das Thema „Eigen­kno­chen­aufbau“ immer mehr Aktua­lität findet. In der Face­book Gruppe „Real Bone Buil­ders“ mit über 8000 Implan­to­logen welt­weit werden bei­spiels­weise kos­ten­frei Fälle und Video­tu­to­rials geteilt, so dass man sich schon online sehr intensiv mit dem Thema aus­ein­an­der­setzen kann, ohne die Praxis dafür ver­lassen zu müssen. So werden auch Gene­ra­listen aus der Praxis in die Lage ver­setzt, sich orts- und zeit­un­ab­hängig intensiv wei­ter­zu­bilden. Der DGI-Kon­gress gibt in Ergän­zung zu dem bisher erwor­benen Wissen die Mög­lich­keit, sich vor Ort mit den Refe­renten zu den ent­spre­chenden Themen aus­ein­an­der­zu­setzen und in Work­shops die Tech­niken intensiv zu trai­nieren.

Warum sollten Ihre Kol­le­ginnen und Kol­legen den 32. Kon­gress mög­lichst nicht ver­säumen?

Das Thema Kno­chen­aufbau ist aus der Implan­to­logie nicht weg­zu­denken. Auf diesem Kon­gress werden renom­mierte Refe­renten unter­schied­lichste Methoden vor­stellen, die alle Ihre Berech­ti­gung haben. Bei den Vor­trägen und Work­shops wird neben der Methode mit Kno­chen­er­satz­ma­te­rial (GBR) auch das Kon­zept des Bio­lo­gi­schen Eigen­kno­chen­auf­baus mit auto­logem Mate­rial einen Platz ein­nehmen und sollte zukünftig in der ‘Toolbox’ jedes implan­to­lo­gisch tätigen Zahn­arzt zu finden sein! Neben dem Erlernen dieser Tech­niken ist natür­lich auch der kol­le­giale Aus­tausch und das Netz­werken mit Kol­legen aus dem In- und Aus­land ein wesent­li­cher Punkt, wes­halb man diesen Kon­gress auf keinen Fall ver­säumen sollte. 

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