Kon­gress­themen im Fokus: Nach­ge­fragt bei Dr. Jan Tetsch

Dr. Jan Tetsch zum Thema „Inter­dis­zi­pli­näre The­rapie mit Implan­taten nach trau­ma­ti­schen Front­zahn­ver­lust im wach­senden Kiefer“

 

Warum ist dieses Thema für implan­to­lo­gisch tätige Zahn­ärz­tinnen und Zahn­ärzte grund­sätz­lich wichtig?

Die Kin­der­be­hand­lung nach einem Front­zahn­trauma ist eine der umstrit­tensten The­ra­pien in unserem Fach­ge­biet. An erster Stelle steht natür­lich in sol­chen Fällen die Zahnerhal­tung – pro­ble­ma­tisch wird es, wenn ein Zahn nicht mehr zu erhalten ist. Für diese Pati­enten exis­tiert kein sinn­volles Kon­zept und kein Fahr­plan, zu wel­chem Zeit­punkt welche The­rapie ein­ge­leitet wird. Kie­fer­or­tho­pädie, Kin­der­zahn­heil­kunde und Implan­to­logie müssen eng zusam­men­ar­beiten.

Gibt es Bereiche Ihres Themas, die zur­zeit beson­ders intensiv dis­ku­tiert werden – und wenn ja, warum?

Die Implan­tat­ver­sor­gung im ado­les­zenten Kiefer wird im Moment intensiv dis­ku­tiert. Wachstum versus Inak­ti­vi­täts­atro­phie stehen sich hier als „Haupt­gegner“ gegen­über. Das Wachstum des Alveo­lar­fort­satzes wird aus­ge­bildet durch das Wachstum der vitalen blei­benden Zähne. Ein Implantat erhält den Kno­chen und sorgt für einen Wachs­tums­still­stand. Dies führt bei regu­lärer Implan­ta­tion nach den aner­kannten Regeln für Erwach­sene zu Pro­blemen in der Schnei­de­kante und im Emer­genz­profil. Aus diesem Grund haben wir die Regeln für den wach­senden Pati­enten so modi­fi­ziert, dass nach Abschluss des Wachs­tums ein per­fektes Bild ent­steht.

Wo sehen Sie die Ver­knüp­fung Ihres Vor­trags zum Kon­gress­thema?

Das Kon­gress­thema in Wies­baden heißt „Implan­to­logie für ALLE? Per­so­na­li­sierte Implan­to­logie“ – kein Vor­trag des gesamten Kon­gresses passt besser zu dem Thema.

Warum sollten Ihre Kol­le­ginnen und Kol­legen den 32. Kon­gress mög­lichst nicht ver­säumen?

Span­nende Themen, tolle Vor­träge, kol­le­gialer Aus­tausch – und man kann immer wieder etwas für die eigene Praxis und die Behand­lung mit­nehmen.

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